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Autor Thema: Bayern: Sozialministerin beruft Pflegebeauftragten  (Gelesen 9374 mal)
admin
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« Antworten #1 am: 28. Januar 2011, 00:47 »

Zitat von: Merkur, München
Haderthauer beruft Pflegebeauftragten

München – Nach den neuen Skandalen in Pflegeheimen hat Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) überraschend einen Pflegebeauftragten ernannt. Die neue Anlaufstelle ist beim Ministerium angesiedelt. Die Opposition spricht von einer „PR-Aktion“. ...

... Skeptisch äußert sich auch der Münchner Pflegeexperte Claus Fussek. „Was soll Herr Zwick machen?“ Der neue Beauftragte könne nur die Beschwerden an die Heimaufsicht weitergeben. „Das Problem ist, dass daraus vor Ort meist keine Konsequenzen gezogen werden“, klagt Fussek. Trotz massiver Verstöße sei noch kein Heim in Bayern geschlossen worden. Statt in eine neue Anlaufstelle zu investieren, sollte Haderthauer die Heimaufsicht stärken, so Fussek. „Es fehlen Kontrolleure. Die Heimaufsicht ist ein zahnloser Tiger.“
Quelle: http://www.merkur-online.de/nachrichten/bayern/


Zitat von: tz, München
Das ist der neue Pflegepolizist

München - Wer Mängel in Pflegehäusern entdeckt hat, kann sich bei ihm anonym melden: Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer hat am Mittwoch den neuen "Pflegepolizisten" Werner Zwick vorgestellt. ...
Quelle: http://www.tz-online.de/aktuelles/bayern/der-neue-pflegepolizist-tz-1097853.html



Zitat
SPD-Sozialpolitikerin Steiger: Pflegebeauftragter ist PR-Feigenblatt

Die SPD-Sozialsprecherin Christa Steiger sieht die heute von Sozialministerin Christine Haderthauer angekündigte 24-Stunden-Hotline und den Pflegebeauftragten zwiespältig. Es stelle sich die Frage, mit welchen Kompetenzen der Beauftragte ausgestattet werde und was mit den Anfragen tatsächlich geschehe. „Wir müssen sicherstellen, dass die Hilfe auch bei den Menschen ankommt, die sie so dringend benötigen“, ...
Quelle: http://bayernspd-landtag.de/presse/details.cfm?ID=13550



Zitat
Pflege: Strukturelle Probleme müssen behoben werden
Grüne: Staatsregierung hat kein Konzept zur Bekämpfung des Pflegenotstands


München (bea). Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern die Staatsregierung auf, die strukturellen Probleme in der Pflege endlich zu beheben. „Das Problem der zu geringen Fachkräfteanzahl und der nicht ausreichenden Finanzierung kann auch kein Pflegebeauftragter lösen“, kommentiert die sozialpolitische Sprecherin Renate Ackermann die Pläne von Ministerin Haderthauer.

Zudem seien weder die Funktion, noch die Kompetenz oder das Budget des Pflegebeauftragten geklärt, so dass dessen Auftrag völlig im Unklaren bleibe. „Die Staatsregierung hat kein Konzept zur Bekämpfung des Pflegenotstands: In einigen Regionen herrscht schon akuter Fachkräftemängel, während gleichzeitig den Altenpflegeschulen die Fördermittel gekürzt werden in Form eines verringerten Schuldgeldausgleich.

Vor dem Hintergrund des aktuellen Skandals in einem Augsburger Altenheim müsse auch die Frage nach der Qualität der Pflegeaufsicht gestellt werden.
Quelle: http://www.gruene-fraktion-bayern.de/



Weitere Informationen siehe hier im Forum unter
GEWALT: "Pflegesituation in Bayern desaströs" [<<]
« Letzte Änderung: 28. Januar 2011, 01:52 von admin » Gespeichert

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 was wir tun, sondern auch für das,
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« am: 28. Januar 2011, 00:28 »

Sozialministerin Haderthauer: "Pflege Megathema 2011, Pflegebeauftragter für Bayern"- "Arbeitsmarkt 2.0 nutzt alle Potentiale"

"Große Herausforderung stellen sich bei der Pflege - einem der Megathemen 2011", erklärte Bayerns Arbeits- und Sozialministerin Christine Haderthauer heute in München bei der Jahrespressekonferenz und ergänzte: "Pflegebedürftige, ihre Angehörigen aber auch Pflegekräfte brauchen ein gesellschaftliches Klima, in dem ihre berechtigten Anliegen Gehör und Wertschätzung finden. Viele Betroffene haben aufgrund einer Vielzahl von Gründen und wegen gegebener oder angenommener Abhängigkeiten oft nicht den Mut, Mängel und Fehlleistungen im Pflegebereich zu thematisieren. Das muss sich ändern! Deshalb habe ich heute entschieden, mit sofortiger Wirkung einen Pflegebeauftragten am Sozialministerium zu berufen. Der stellvertretende Amtschef des Sozialministeriums Werner Zwick ist als Pflegebeauftragter Anlaufstelle für alle Belange Pflegebedürftiger, ihrer Angehörigen und der Pflegekräfte. Und: Er ist in seiner Funktion unabhängig von den jeweils von den Kommunen organisierten Heimaufsicht und den Trägern. Der Staat betreibt in Bayern keine Pflegeheime. Der Pflegebeauftragte arbeitet weisungsunabhängig. Alle Betroffenen können sich ohne Hemmschwelle anonym und vertraulich an ihn wenden." Die Ministerin weiter: "Außerdem werde ich eine bayernweite 24-Stunden-Pflegehotline einrichten, bei der Bürger und Bürgerinnen ihre Anliegen und Beschwerden rund um die Uhr anbringen können."


Das Foto zeigt Sozialministerin Christine Haderthauer mit dem neuen Pflegebeauftragten Ministerialdirigent Werner Zwick .

Weitere Details zum Pflegebeauftragten und der Einrichtung einer 24-Stunden-Pflegehotline wird das Sozialministerium in Kürze bekanntgeben.

Heute gebe es in Deutschland 2,37 Millionen Pflegebedürftige, bis 2030 würden es voraussichtlich 3,4 Millionen sein. "Wir müssen die Attraktivität des Pflegeberufs verbessern, um einem akuten Personalmangel vorzubeugen. Ich appelliere an die verantwortlichen Träger, Pflege angemessen zu entlohnen - gute Arbeit braucht gutes Gehalt. Es kann nicht sein, dass wir dem, der ein Auto wartet, mehr zahlen, als dem, der einen Menschen pflegt. Zudem muss die überbordende Bürokratie schleunigst beseitigt werden. Wer diesen Beruf wählt, will mit Menschen arbeiten und nicht am Schreibtisch", so Haderthauer.

Mit Blick auf immer mehr pflegebedürftige Menschen werde es zudem höchste Zeit, dass der Bund die Pflegereform angeht. So müssten Demenzkranke in die Pflegeversicherung einbezogen werden. Bei der Frage der Finanzierung durch eine ergänzende kapitalgedeckte Zusatzversicherung plädierte Haderthauer für eine offene Diskussion. "Vor einer Festlegung müssen noch wichtige Fragen beantwortet werden, vor allem wie hoch der bürokratische Aufwand einer 'zweiten Säule' ist und wie die Finanzierung auch weiterhin solidarisch gestaltet werden kann."

Zum Pflege-TÜV erklärte die Ministerin: "Ich werde nicht lockerlassen, bis die Mängel abgestellt sind: Es kann nicht länger angehen, dass ein Heim schwere Pflegemängel durch die Lesefreundlichkeit der Speisekarte ausgleichen kann. Der Bundesgesundheitsminister hat angekündigt, den Sanierungsfall Pflege-TÜV endlich auf Vordermann zu bringen - jetzt müssen den Worten Taten folgen."

Zur künftigen Ausrichtung der bayerischen Arbeitsmarktpolitik erklärte die Ministerin: "Bayern ist gestärkt aus der Krise hervorgegangen, Vollbeschäftigung ist in vielen bayerischen Regionen bereits Realität. Jetzt gilt es, die bayerische Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Jeder Mensch hat seine persönliche Chance verdient. Damit jeder sein Potential ausschöpfen kann, brauchen wir eine Arbeitswelt, die die Herausforderungen des globalen Wettbewerbs um die besten Köpfe und die demographische Entwicklung meistert. Der Arbeitsmarkt 2.0 muss familienfreundlicher, weiblicher, alternsgerechter, migrantenfreundlicher, durchlässiger und teilhabegerechter werden."

Haderthauer: "Statt unter dem Schlagwort ,Fachkräftemangel' nach Zuwanderung zu rufen, müssen wir alle inländischen Fachkräfte halten und aktivieren. Nur so können wir uns im globalen Wettbewerb um qualifizierte Arbeitnehmer behaupten. Qualifizierung geht vor Zuwanderung - unser Aufschwung muss hier ankommen und nicht irgendwo anders auf der Welt. Unser besonderes Augenmerk müssen wir auf bessere Chancen für ältere Arbeitnehmer, Frauen, Menschen mit Behinderung, arbeitslose Jugendliche und Menschen mit Migrationshintergrund richten. Unternehmer und Arbeitnehmer müssen wissen: Lebenslanges Lernen ist das Gebot der Stunde! Es ist mehr als unbefriedigend, wenn nur gut 20 Prozent aller Erwerbspersonen an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen." Der Freistaat leiste bereits einen großen Beitrag für mehr Qualifizierung. So seien 2010 Weiterbildungstage in Ingolstadt, Deggendorf, Würzburg und Fürth durchgeführt worden. Zudem seien zur Qualifizierung und Integration von Langzeitarbeitslosen seit 2007 rund 59 Millionen Euro investiert worden. Die Ministerin: "Zusätzlich werden wir zusammen mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit und den Trägern der Grundsicherung noch Anfang dieses Jahres bayernweit ein Coaching-Programm zur Begleitung von Langzeitarbeitslosen und ihrer Angehörigen umsetzen."

Quelle: http://www.stmas.bayern.de/cgi-bin/pm.pl?PM=1101-015, Pressemitteilung 015.11 vom 26.01.2011
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